Vergessene Helden der fränkischen Geschichte – Mundart-Hörspiel aus Unterfranken
Mundart-Hörspiel
aus Unterfranken
Ausgezeichnet mit dem
Dialektpreis Bayern 2026
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Hier können Sie das Hörspiel kostenlos anhören.
64:43 Minuten
Über das Hörspiel
Es gibt Menschen, die haben in ihrem Leben Großartiges geleistet, aber dort, wo sie herkommen, kennt sie niemand mehr. Der 1886 im unterfränkischen Unterspiesheim geborene Andreas Stumpf ist ein solcher vergessener Held der fränkischen Geschichte. Schon in jungen Jahren begeisterte sich Andreas Stumpf für Obstbäume und hegte den Wunsch, Gärtner zu werden und sich um Obstbäume zu kümmern. Um diesem Wunsch zu folgen, musste er Unterspiesheim aber früh verlassen.
Dieses Hörspiel ist ein Streifzug durch das Leben von Andreas Stumpf und durch die Geschichte des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Es macht Geschichte und vor allem das arbeitsreiche Dorfleben der damaligen Zeit erlebbar. Aber es stellt auch wichtige Fragen: Was ist wirklich wichtig im Leben? Was macht uns krank? Und wie kann ein gutes Leben gelingen?
Andreas Stumpf erhielt viel Anerkennung für seine Arbeit. In frühen Jahren etwa das König Ludwig Kreuz für seine Verdienste für eine bessere Volksgesundheit und die Bekämpfung der „Alkoholpest", am Ende seines Lebens das Bundesverdienstkreuz für das Voranbringen der Obstverwertung und für die Landschaftspflege des Isartals.
Dass Andreas Stumpf seiner Zeit in vielem voraus war, weiß auch der Herrgott in dieser Geschichte. In der Unterspiesheimer Dorfkirche der Jetztzeit kommt er mit dem Ortspfarrer ins Gespräch und sie sinnieren darüber, was mit den Menschen geschehen ist. Sie sprechen offen über die Krisen unserer Zeit, zu denen die Erschöpfung der Menschen und ihre Entfremdung von der Natur genauso gehören wie Umweltzerstörung und die Krise der katholischen Kirche.
Möglich gemacht haben dieses Hörspiel vor allem die vielen Menschen aus der Region, die daran – mit viel Leidenschaft und ohne Bezahlung – mitgewirkt haben. Dass sie so reden wie ihnen der Schnabel gewachsen ist und dass sie keine professionellen Schauspieler sind, macht den Charme dieses Stücks aus. Ein paar Profis haben sich dann aber doch eingeschlichen. Zu ihnen gehören die Schauspielerin Silvia Kirchhof, die Kabarettistinnen Inge und Rita, die Blaskapelle Häisd'n'däisd vomm Mee sowie der Würzburger Weihbischof Paul Reder und der radioerfahrene Pfarrer Stefan Mai.
„Obstanbau und Streuobstwiesen sind ein wichtiger Teil unterfränkischer Kultur. Sie haben unser Leben und unsere Kulturlandschaft entscheidend mitgeprägt. Dass sie Stück für Stück verloren gehen und uns damit wieder ein Stück ‚Heimat' abhanden kommt, macht mich und viele andere Menschen traurig. Dem wollte ich etwas entgegensetzen, etwas Mutmachendes."
Stefan Menz, Kreisheimatpfleger im Landkreis Schweinfurt
Mitwirkende
Zu hören sind
Weihbischof Paul Reder, Pfarrer Stefan Mai, Pfarrer Thomas Amrehn, Diakon Günter Schöneich, Silvia Kirchhof, Angelika Scheidig und Bettina Hümmer-Dünninger alias Inge und Rita, Michael Kobosil, Sieglinde Fackelmann, Anja Sauerer, Felix Roth, Toni Wehner, Stefan Menz, Oli Lück, Benjamin Brand, Phil Salender, Georg Kaufmann, Martin Mack und viele andere Menschen aus Unterspiesheim und anderen Dörfern
Blasmusik: Häisd'n'däisd vomm Mee
An der Orgel: Monika Rößner
Die Macher*innen
Eine Produktion aus dem Jahr 2025
Eindrücke von der Entstehung des Hörspiels
Förderung
Dieses Hörspiel wurde gefördert von
Weitere Informationen
Mehr über Andreas Stumpf, seine Entdeckungen und sein Unternehmen „Wolfra" finden Sie in dieser Broschüre.
Broschüre herunterladen (PDF)Kontakt
Stefan Menz · Kreisheimatpfleger im Landkreis Schweinfurt
E-Mail: Stefan.Menz@gmx.de
Telefon: 0172 – 939 05 68